Was ist eigentlich ein D-Arzt der Berufsgenossenschaften?

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D-Arzt heißt Durchgangsarzt und das bedeutet folgendes:

Es handelt sich um Chirurgen, die aufgrund ihrer Ausbildung von den Berufsgenossenschaften für die Behandlung Unfallverletzter zugelassen sind. Dazu gehört auch, dass die Praxen gemäß der Anforderungen der Unfallversicherungsträger speziell ausgerüstet und eingerichtet sind.
Die Berufsgenossenschaften sind diejenigen, welche die Behandlungskosten nach Arbeits- und Schulunfällen übernehmen und ggf. auch für Rentenzahlungen bei Dauerschäden nach solchen Unfällen verantwortlich sind.

Arbeits- und Schulunfälle müssen vom Hausarzt beim Unfallarzt der Berufsgenossenschaften vorgestellt werden, wenn die Verletzung zur Krankschreibung (mehr als 1 Tag) führt oder die Behandlung länger als eine Woche dauert.

Arbeits- und Schulunfälle sind nicht Angelegenheit der Krankenkassen und werden demnach auch nicht über Chipkarte abgerechnet! Auch die sogenannte Praxisgebühr muss in diesen Fällen nicht bezahlt werden!!

Gehen Sie deshalb bei Arbeits- und Schulunfällen frühzeitig zu einem D-Arzt (Unfallarzt). Dann ist sichergestellt, dass umgehend alle Schritte eingeleitet werden, welche die Berufsgenossenschaften fordern. Dazu gehören die Berichterstattung und sämtliche chirurgischen Maßnahmen, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten.
Das ist wichtig, weil Sie zunächst nicht wissen können, ob der Unfallschaden kompliziert ist oder langdauernde Behandlung oder spezielle Maßnahmen erforderlich werden oder sogar ein Rentenanspruch entsteht.

Normalerweise sind Schulen und Betriebe angehalten, bei Unfällen eine unfallärztliche Vorstellung zu veranlassen und haben Listen von zuständigen Unfallärzten und Krankenhäusern.