Schwerpunkt Operationen der Haut und Körperoberfläche / Infektionen

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Chirurgie der Haut

Leberflecken

Es handelt sich um Hautveränderungen mit Einlagerung von Hautfarbstoff. Wenn sich diese Flecken auffällig verändern, kann es notwendig sein, sie zu entfernen. Bei kleinen Befunden ist das in örtlicher Betäubung problemlos möglich. Die Narbenbildung ist meist nach einiger Zeit kaum mehr sichtbar. Größere Hautflecken lassen sich nur entfernen, wenn nach der Ausschneidung eine sog. plastische Hautdeckung erfolgt. Das sind chirurgische Verfahren, bei denen gesunde Haut über den Defekt geschoben wird, manchmal muss auch eine Hautverpflanzung von einer anderen Hautstelle erfolgen.

Warzen

Warzen sind fast immer harmlos und stören allenfalls kosmetisch. Sofern eine Entfernung überhaupt angezeigt und sinnvoll ist, kann diese in örtlicher Betäubung auf verschiedene Art und Weise erfolgen (Abkratzung, Ausschneidung) Man unterscheidet verschieden Warzenarten. Zum Beispiel sind Warzen bei Kindern oft vorübergehend und nicht zwingend chirurgisch zu entfernen, es sei denn, sie bereiten Schmerzen oder sind entzündet. Im Zweifelsfall sollte ein Hautarzt zu Rate gezogen werden, um die Hautveränderung zu beurteilen.

Manche Hautveränderungen gelten nicht als Krankheit. Die Entfernung ist dann, wenn sie aus kosmetischen Gründen erfolgen soll, vom Patienten zu zahlen. Bitte fragen Sie nach den Kosten für solche Eingriffe.

Hautzysten (Grützbeutel, Talgzysten)

Es handelt sich um talggefüllte Unterhautknoten, die an allen Körperstellen (vor allem Kopfhaut, Gesicht, Rücken) auftreten können. Eine Entzündung ist möglich, dann vergrößern sich die Knoten schnell, die Haut rötet sich und Schmerzen treten auf. Eine chirurgische Behandlung ist dann erforderlich. Diese wird meist in örtlicher Betäubung möglich sein.

Unterhautfettknoten (Lipome)

Diese sind Unterhautknoten aus knotigem Fettgewebe harmloser Art. Tastbare Knoten unter der Haut, an allen Körperstellen möglich, manchmal auch druckschmerzhaft. Eine ärztliche Untersuchung ist immer anzuraten, wenn Sie an Ihrem Körper eine wie auch immer geartete Knotenbildung feststellen sollten. Im Zweifelsfall wird eine chirurgische Entfernung sinnvoll sein, weil die endgültige Diagnose erst durch eine mikroskopische, feingewebliche Untersuchung zu stellen ist.

Schleimbeutel

Schleimbeutel befinden sich meist an vorspringenden Körperstellen (Ellenbogen, Kniegelenk, Fußballen) und haben Polsterfunktion. Bei Entzündungen (beispielsweise Druck beim langen Knien) oder nach Verletzungen können Entzündungen entstehen, die in manchen Fällen die Entfernung des Schleimbeutels erforderlich machen. Der Eingriff ist nicht dramatisch, das Übel wird über einen Schnitt entfernt und die Wundheilung ist meist nach 2 Wochen erledigt. Dauerhafte Probleme sind sehr selten, weil die Schleimbeutel gut verzichtbar sind.

Abszessbildungen

Abszesse können überall entstehen und sind Folge einer bakteriellen Entzündung mit Eiterbildung. Die Körperstelle wird rot und schmerzhaft und oft ist eine Schwellung zu sehen. Die Behebung ist dringlich, um dem Eiter Abfluss zu schaffen - sonst kann eine Streuung der Bakterien in die Blutbahn erfolgen (laienhaft als sogenannte Blutvergiftung bezeichnet und manchmal gefährlich). Meist wird in örtlicher oder allgemeiner Betäubung ein Schnitt in die Haut gemacht und der Eiter ausgespült oder die Ursache beseitigt. Meist muss die Wunde offen bleiben und regelmäßig verbunden werden, bis sie sich von selbst verschlossen hat. Sichtbare Narben sind oft nicht vermeidbar - aber bitte daran denken: Die Behandlung muss umgehend erfolgen, insbesondere an der Hand und besonders nach Bisswunden.

Entzündungen der Finger und der Hand

Dies ist ein besonders heikles Thema, weil unsachgemäße Behandlungen hier nicht selten zu sehr folgenschweren Komplikationen führen können. Deshalb sei an dieser Stelle folgender eindringlicher Rat erteilt: Bei Entzündungen der Finger und der Hand bitte umgehende!! chirurgische Vorstellung. Bitte keine Behandlungsversuche mit Zugsalbe oder ähnlichen Mitteln. Das hilft nicht!

Das gilt für die Entzündung am Nagelrand ebenso wie für die Folgen einer Schnitt- oder Stichwunde, die schmerzt, gerötet oder geschwollen ist oder Flüssigkeit absondert. Zu erwähnen sind hier auch Tierbisswunden, auch wenn sie klein sind. Die Infektionsgefahr ist groß - frühe chirurgische Behandlung ist sehr wichtig.

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