Schwerpunkt Kinderchirurgische Eingriffe

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Kinderchirurgische Eingriffe

Es gibt kaum eine Patientengruppe, die mehr von der ambulanten Chirurgie profitiert, als die der Kinder. Deshalb gehören viele Eingriffe in der Kinderchirurgie auch schon lange standardmäßig in den ambulanten Bereich.
Wer will abstreiten, dass die Nähe der Eltern vor und nach dem Eingriff und die gewohnte häusliche Umgebung gerade für Kinder, die eine Operation brauchen, außerordentlich hilfreich sind.

Leistenbruchoperationen beim Kind

Wenn sich bei Kindern in der Zeit nach der Geburt eine kleine Kanalbildung aus Bauchfell im Leistenbereich nicht verschließt, kommt es zur Vorwölbung von Bauchfett oder Darm oberhalb der Leistenfalte. Diese kleine Vorwölbung der Haut verstärkt sich oft bei Anstrengung und verschwindet im Liegen. Die Operation ist immer notwendig, um Vergrößerung, Einklemmungskomplikationen oder Schmerzen zu verhindern.
Über einen ca. 3 cm langen Hautschnitt wird der Kanal in Höhe der Bauchmuskelschicht mit einer kleinen Naht verschlossen. Die Haut lässt sich nach der Operation ggf. mit einem selbstauflösenden Faden nähen, um das unbeliebte Fadenziehen bei Kindern zu vermeiden.
Nach der Operation sind kurzzeitige körperliche Schonung und 2-3 Nachuntersuchungen erforderlich. Die Wundschmerzen sind mit Schmerzmittelsaft gut zu beherrschen.

Andere Operationen, wie bei Vorhautverengung oder Entfernung von Hautveränderungen oder nach Knochenverletzungen, wenn Drähte entfernt werden müssen, sind fast immer problemlos ambulant möglich.

Eine besondere Bedeutung kommt der Qualifikation des Narkosearztes und des OP-Personals zu, weil nur durch geduldige und zugewandte Betreuung der Kinder (und der Eltern) Sorgen und Ängste in engen Bahnen gehalten werden.

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