Operationen Fusschirurgie

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Wir bieten schwerpunktmäßig fußchirurgische Operationen an und sind von der Deutschen Gesellschaft für Fußchirurgie zertifiziert. Dieses Spezialgebiet der orthopädischen Chirurgie hat sich in den letzen 10 Jahren sehr weiterentwickelt und verfeinert. Zahlreiche hochspezielle Methoden, nicht zuletzt durch viele neue technische Entwicklungen, sind hier eingeflossen. Da es sich meist um Gelenkeingriffe handelt, ist unser Ziel bei der Korrektur immer der sog. gelenkerhaltende Eingriff.

In fast allen Fällen sind diese Operationen, die sich bei uns vorwiegend auf den Vorfuß beziehen, ambulant möglich.

Wir hören oft von unseren Patienten (meist Patientinnen), dass sie Angst vor dieser Operation haben, weil angeblich nach der OP große Schmerzen bestehen. Viele Betroffene zögern den notwendigen Eingriff deshalb lange hinaus. Die Folgeschäden am Fuß werden dann immer komplizierter und immer schwerer zu beheben. Die Schmerzen nach der OP sind aber nach unserer langjährigen Erfahrung definitiv eher gering und lassen sich mit Schmerzmitteln gut beherrschen. Sie klingen ohnehin nach einigen Tagen ab.

Im folgenden eine Auswahl von Fußoperationen mit Kurzerklärung:

Ballenbildung (Hallux valgus)

Symptome: Druckbeschwerden im Schuh am "Ballen". Auch Vorfußschmerzen am Großzehengelenk mitunter auch Entzündungen. Abweichen der großen Zehe, die nach außen zu den kleinen Zehen schiefsteht, mitunter Verformung der Zehen mit Bildung von Hühneraugen. Chronische Schmerzen der Fußsohle etc. Zusätzlich sind auch Verformungen der kleinen Zehen (Krallenzehen, Hammerzehen) möglich, verbunden mit der Ausbildung schmerzhafter Hühneraugen. Diese Erkrankung geht meist oft mit einem sog. Spreizfuß einher.

Die Möglichkeiten der operativen Behandlungen sind vielfältig und zielen auf eine Korrektur der Knochenfehlstellungen, um die Belastbarkeit wieder schmerzfrei zu ermöglichen. Außerdem wird eine Normalisierung der äußeren Fußform angestrebt. Die durch die Fußfehlform verursachten Druckbeschwerden im Schuh lassen sich beheben. Es gibt verschiedenartige operative Techniken, wobei besonders wichtig ist, die Funktion der Gelenke zu erhalten. Die meisten Verfahren erlauben eine umgehende Belastung des Fußes in einem speziellen Schuh. Dieser muss ca. 6 Wochen beim Gehen getragen werden (sog. Vorfußentlastungsschuh) und wird vor der OP verordnet. Es entfällt demnach eine Gipsruhigstellung.

Gelenkarthrose des Großzehengelenkes (Hallux rigidus, Hallux limitus)

Dies ist eine schmerzhafte Teilversteifung des Gelenkes auf dem Boden einer Gelenkverschleißerkrankung. Es finden sich Schäden am Knorpel und Anlagerungen am Gelenk. Es resultieren Schmerzen beim Gehen. Wenn die schuhorthopädische Versorgung mit Sohlenversteifung nicht mehr ausreicht, ist der Zeitpunkt für eine Operation gekommen.

Je nach Ausprägung gibt es verschiedene operative Möglichkeiten (Knochenumstellungen, Abtragen von Gelenkzacken, Teilentfernung des defekten Knorpels oder Versteifung des Gelenkes) möglich. Die Nachbehandlung richtet sich nach der OP-Methode.

Krallenzehen, Hammerzehen, Schwielen an der Fußsohle

Wenn es zu schmerzhaften Hühneraugen kommt oder zu harten Schwielen der Fußsohle, ist oft eine Operation der entsprechenden Zehe oder des Mittelfußknochens erforderlich und hilfreich. Die verformte Zehe wird mittels spezieller Operationstechniken, jeweils nach dem Grad der Zehenfehlstellung, korrigiert. Die Hühneraugen verschwinden dann dauerhaft. Auftreten ist nach der Operation erlaubt - meist mit einem speziellen medizinischen Sandalen-Schuh.

Sollten Sie ein Fußproblem haben oder wurde Ihnen eine OP empfohlen, dann melden Sie sich bitte in der Praxis und lassen sich einen Termin geben. Bringen Sie dann ggf. vorhandene Röntgenaufnahmen mit. Es wird immer zunächst eine ausführliche Untersuchung stattfinden und Sie werden eine umfassende Beratung erhalten.

Alle Untersuchungen und Operationen dieser Art sind Kassenleistungen. Sie müssen also keine Kosten für die OP selbst tragen, sofern Sie Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse sind.

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